Sieben Mönche bringen Glück

 

Buddhistische Mönche haben gestern in Weinfelden das neue Thai-Restaurant Thai Mae Mun an der Marktstrasse gesegnet. Buddha will, dass Gäste geehrt und verwöhnt werden.

 

 


 

Weinfelden – Zwei steinerne Elefanten aus Thailand, geschmückt mit gelben Blumenranken, eskortieren den Eingang zum neuen Thai-Restaurant an der Marktstrasse 3, dem ehemaligen Restaurant Markthalle. Wirtin und Köchin Wasana Richle-Bunmalert, ihre beiden Töchter und Ehemann Albert, Sozialpädagoge im Massnahmenzentrum Mosnang, sowie zahlreiche geladene Gäste waren zur Haussegnung gekommen. Die einen Mönche kamen direkt aus Thailand, die anderen vom Wat Srinanagarindravaram im solothurnischen Gretzenbach und dem klösterliche Tibet-Institut in Rikon – sieben an der Zahl. Im Idealfall sind es neun, weil die Zahl Neun als Glückszahl gilt. Die Segnung der Eingangtür wurde nur von einem Mönch vorgenommen; er rezitierte Texte in der alten Sprache Pali und befestigte gute Wünsche an der Tür. Danach begab er sich ins Restaurant, wo die anderen Mönche warteten. An einer langen Tafel sitzend wurde mit einer Art Sprechgesang die hohen Ideale des Friedens und der Toleranz, der Freundschaft und Gastfreundschaft, der Barmherzigkeit mit Kranken, der Pflege des Guten und Schönen und des Mitleids für alles, was lebt und atmet, zelebriert und auch der Verstorbenen gedacht. Dann reichten die Gastgeber ihr «Dana», die Gaben für die Mönche, Speisen von grosser Fülle und Köstlichkeit. Erst als die Mönche ihr reichhaltiges Mahl eingenommen und ihr Schlussgebet gesprochen hatten, durften die anderen Gäste speisen. Das Essen der Mönche muss vor Mittag geschehen, weil die Mönche nach Mittag nicht mehr essen dürfen. «Wir konnten das ehemalige Restaurant Markthalle im Mai dieses Jahres kaufen», sagte Albert Richle. Rund 50 Plätze bietet das renovierte Restaurant, das morgen eröffnet wird.

l Margrith Pfister-Kübler

 

Erstellt: 03.11.2009 / Quelle:Thurgauer Zeitung